Erfahrungen/Beobachtungen
Nach div. Anfangsschwierigkeiten läuft es
inzwischen mit den Garnelen recht gut. Ich
konnte mehrfach feststellen das Garnelen und Krebse recht
empfindlich auf schnelle Veränderungen der Wasserwerte reagieren.
Die Verluste sind dann sofort oder spätestens bei der nächsten erfolglosen
Häutung sichtbar. Seitdem bin ich da recht vorsichtig geworden und mache
Wasserwechsel lieber öfters mit kleineren Mengen. Dies ist auch beim
Einsetzten von neuen Garnelen und Krebsen wichtig und man sollte daher die
Anpassung an das Aquarienwasser sehr langsam (über
mehrere Stunden) vornehmen.
Ich halte meine Garnelen/Krebse in normalem Leitungswasser PH 7,5 GH 10-12, KH 6-8,
NO3 5-10, NO2 0 Temp. 20-25°C (auch Crystal Red).
Manche Garnelen vermehren sich erstaunlich gut, so trug von den privat
gekauften Bienengarnelen schon nach 1 Woche das erste
Weibchen Eier
und nach einer weitern Woche eine zweite. Nach 24
Tagen war es dann so weit, die jungen Garnelen wurden entlassen und waren voll
entwickelt. Ich zählte so ca. 5-10 Stück. Ca. 1,5mm groß gleichen sie einer
Miniaturausgabe der ausgewachsenen
Bienengarnelen. Sogar die
Zeichnung lässt sich schon leicht erkennen. Sie wachsen recht gut und sind nach
1 Monat ca. 0,5mm groß. Inzwischen schwimmen im Aquarium
Bienengarnelen
aller Größen.
Idealer Weise sollte man Garnelen in einem eigenen Becken halten und züchten,
manchmal schaffen es aber auch einige Arten sich in dicht bepflanzten
Fischbecken zu vermehren
![]()
Bienengarnele A1
Zwischen Herbst 2003 - Anfang 2004 ist mir der gesamte Stamm eingebrochen. Einen
Grund konnte ich nicht finden. Seit Sommer 2004 läuft es mit neuen Bienen in
einem größeren Becken wieder gut.

Crystal red - Garnele


Diese Art halte ich seit April 2002. Bis 2004 ohne
große Probleme bei Haltung und Zucht.
Anfang 2004 musste ich allerdings mit neuen Garnelen aufstocken nachdem im
Becken alle Junggarnelen verschwanden. Das Becken habe ich komplett neu
Eingerichtet und jetzt sieht es wieder ganz gut aus.
Langsames Umsetzen / Angleichen der Wasserwerte ist wichtig.
Ich mache wöchentlichen Wasserwechsel (ca. 1/4 Beckeninhalt), füttere sparsam
mit Futtertabs, gefrostete schwarze Mückenlarven und Wasserflöhe, Buchenlaub,
Löwenzahnblätter, Zuchini ...
Die Garnelen schwimmen in Leitungswasser bei GH 12 und PH 7,5 ohne jegliche
Wasseraufbereitung, das Wechselwasser ist nur abgestanden. Die Temperatur sollte
nicht zu hoch sein, 20-24°C sind optimal. Fisch-Medikamente können tödlich sein,
auch wenn sie in dem Becken schon vor einiger Zeit eingesetzt wurden.
Mitbewohner möglichst wenige bis gar keine. Andere Garnelen stellen eine
Nahrungskonkurrenz dar und Fische sollten den Nachwuchs in Ruhe lassen.
Vielleicht ein paar kleine Ancistren (ich ziehe in den Garnelenbecken immer ein
paar groß)
Die Garnelen tragen ihre Eier ca. 4 Wochen, dann schlüpfen fertig ausgebildete
Garnelen mit ca. 1,5mm. Nach 3-4 Monaten sind sie fast ausgewachsen.
Red-Fire Garnele

2003-2007 mit Zuchterfolg.
Sie vermehren sich so gut das man sie fast als Futterzucht verwenden könnte.
Ringelhandgarnele


Diese Art hatte ich ca. 2 Jahre.
Eine erstaunliche Garnele die man als Überlebenskünstler bezeichnen kann. Ich
erhielt ein Pärchen von einem befreundeten Aquarianer bei dem die Vermehrung
nicht zu stoppen ist. Es sollte ein Versuch sein, ob sie es in meinem 570
Malawi-Becken schaffen, sich zu behaupten. Von der Größe her wurden sie
respektiert und in Ruhe gelassen, trotzdem versteckten sie sich recht gut und
ich bekam sie maximal 1-2 mal pro Woche zu Gesicht, manchmal auch 3 Wochen gar
nicht. Nach einiger Zeit stellte ich beim Wasserwechseln fest das habwüchsige
Ringelhandgarnelen auftauchten. Sie hatten sich also vermehrt und das in einem
Becken mit Malawi- und Tanganjikacichliden, denen es selbst schwer fällt einige
Jungen groß zu bekommen.
Mein Fazit: Eine Bereicherung für Becken in denen kleinere Wirbellose keine
Chance haben z.Bsp. mit Buntbarschen. Man sollte die Garnelen jedoch nicht
unterschätzen, da sie rel. groß werden, sich erstaunlich gut vermehren und zur
Wehr setzen können. Kleinen Fischen und Wirbellosen können sie durchaus zur
Gefahr werden. Nachdem ich P. alleni mit im Becken hatte sind alle
Ringelhandgarnelen nach und nach verschwunden, die letzten fand ich im
Aussenfilter.
Cambarellus patzcuarense sp. Orange
Diese Art halte ich seit Februar 2003 mit
Zuchterfolg.
Sehr muntere kleine Gesellen die inzwischen für Nachwuchs gesorgt
haben. Sie mögen es nicht so warm (18-23°C) und werden auch nicht sehr alt (2-3
Jahre). Die Nachzucht klappt zwar aber ein Grossteil der Eier sind unbefruchtet
oder entwickeln sich nicht, hier bin ich noch am probieren. Ich empfehle auch
keine zu kleinen Becken damit sie die Tiere auch aus dem Weg gehen können.
2005 habe ich meinen geringen Bestand mit neuen Tieren aufgestockt. Sie wohnen
jetzt in einem 200l Becken mit vorwiegend pflanzlichen Futter. Seit dem läuft es
ganz gut mit der Nachzucht.


Diese Art hatte ich von 2003-2005 mit Zuchterfolg.
Sehr schöne Tiere die allerdings an Pflanzen gehen und nichts für ein Pflanzen
oder Gesellschaftsbecken sind. Sie brauchen auch etwas Platz und sind mit ca.
8cm ausgewachsen.